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Beirat

Prof. Patrick J. Geary (Institute for Advanced Study in Princeton)

Patrick Geary ist Professor für Mittelalterliche Geschichte am Institute for Advanced Study in Princeton. Derzeit hat er die Douglas Southall Freeman Professur am Institut für Geschichte an der University of Richmond in Richmond, Virginia inne. Seine Forschung konzentriert sich im weitesten Sinne auf die europäische Kultur und Gesellschaft in der Zeit von 500 bis 1200. Er beschäftigt sich mit der mittelalterlichen Interpretation von Gedächtnis, Geschichte und Identität sowie mit zeitgenössischen Bemühungen, moderne europäische Nationen in einer mythischen mittelalterlichen Vergangenheit zu verankern. In seiner jüngsten Veröffentlichung befasst er sich mit Urstifterinnen-Mythen (Eva, Jungfrau Maria, Amazonen) und argumentiert, dass die Urheber dieser Mythen weitaus mehr Interesse an zeitgenössischen Belangen und zukünftigen Entwicklungen hatten als an der Geschichte per se. Derzeit widmet er sich der Erforschung der Beziehungen zwischen Sprache und Macht von der Antike bis zum 14. Jahrhundert.   

Zu seinen Hauptveröffentlichungen zählen: Women at the Beginning: Origin Myths from the Amazons to the Virgin Mary (2006), The Myth of Nations: The Medieval Origins of Europe (2002), Phantoms of Remembrance: Memory and Oblivion at the end of the first Millennium (1994), Living with the Dead in the Middle Ages (1994).

Prof. Angela Leung (The University of Hong Kong)

Angela Leung ist seit Januar 2011 Direktorin und Professorin am Institut für Geistes- und Sozialwissenschaften der University of Hong Kong. Zuvor war sie Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte an der Chinese University of Hong Kong, Research Fellow an der Academia Sinica, Taipeh, Taiwan, und hat am Seminar für Geschichte der National Taiwan University unterrichtet. Im Juli 2010 wurde die Wissenschaftlerin an die Academia Sinica berufen. Ihr Geschichtsstudium absolvierte Angela Leung an der University of Hong Kong und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (Paris). Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen u. a. Medizin und Gesellschaft in China (ca. 1200-1911) sowie Hygienekonzepte und -praktiken unter den Dynastien der Ming und Qing.   

Zu ihren Hauptveröffentlichungen zählen: Leprosy in China: A History (Columbia University Press, Dezember 2008); Charity and Moral Transformation: Philanthropic Organizations of the Ming and Qing Periods (auf Chinesisch, 1997); "History of Human Diseases - Late Imperial China" (in Cambridge World History of Human Diseases, 1993) und "Medical Ethics in China" (in Encyclopaedia of the History of Science, Technology, and Medicine in Non-Western Cultures, 1997).

Prof. Hermann Parzinger (Stiftung Preußischer Kulturbesitz)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger ist Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Er studierte und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, an der er auch habilitiert wurde. Nachdem er als Privatdozent in München und an der Universität Frankfurt/Main tätig war, wurde er 1996 zum Honorarprofessor für Vor- und Frühgeschichte (Prähistorische Archäologie) an der Freien Universität Berlin ernannt. 1998 verlieh ihm die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den renommierten Leibniz-Preis. 2003 wurde er dann Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, an dem er zuvor auch Gründungsdirektor der Eurasien-Abteilung war. Seit 2008 leitet er die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Prof. Parzinger hat zahlreiche Ausgrabungen geleitet, unter anderem in der Türkei, Russland, Kasachstan und im Iran.

Prof. Sumathi Ramaswamy (Duke University)

Sumathi Ramaswamy ist Professorin für Geschichte und Internationale Vergleichende Studien an der Duke University in North Carolina, USA. Nachdem sie zunächst altindische Geschichte an der Jawaharlal Nehru University in Neu Delhi studiert hatte, promovierte sie in Geschichte an der University of California, Berkeley. Sie ist Kulturhistorikerin mit einem Fokus auf Südasien und dem britischen Empire. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf visuellen Studien, der Geschichte der Kartografie und auf Genderstudien. Ramaswamys Arbeit zu populärer visueller Geschichte führte zur Gründung eines transnationalen digitalen Netzwerks zu populärer visueller Kultur in Südasien mit dem Titel Tasveer Ghar.

Zu ihren Hauptveröffentlichungen zählen The Goddess and the Nation: Mapping Mother India (Duke University Press, 2010), The Lost Land of Lemuria: Fabulous Geographies, Catastrophic Histories (University of California Press, 2004), und Passions of the Tongue: Language Devotion in Tamil India, 1891-1970 (University of California Press, 1997). Zudem ist sie Herausgeberin der Bände Empires of Vision: A Reader (mit Martin Jay, Duke University Press, im Erscheinen in 2013); Barefoot Across the Nation: Maqbool Fida Husain and the Idea of India (Routledge, 2010), und Beyond Appearances? Visual Practices and Ideologies in Modern India (Sage, 2003). Im Moment arbeitet sie an einem Buch mit dem Titel Terrestrial Lessons: The Conquest of the World as Globe.

Prof. Patricia Spyer (Graduate Institute of International and Development Studies, Geneva)

Patricia Spyer ist seit 2016 Professorin für Anthropologie am Graduate Institute of International and Development Studies in Genf. Zuvor hatte sie den Lehrstuhl für Kulturanthropologie des Zeitgenössischen Indonesien an der Universität Leiden inne (2001-2015) und war Global Distinguished Professor am New York University’s Center for Religion & Media und am Department of Anthropology (2008-11).

Sie ist Autorin von The Memory of Trade: Modernity’s Entanglements on an Eastern Indonesian Island (Duke 2000), Herausgeberin von Border Fetishisms: Material Objects in Unstable Spaces (Routledge 1998) und Mitherausgeberin des Handbook of Material Culture (Sage 2006).

Sie hat u.a. zu den Themen Gewalt, Medien und Photographie, historisches Bewusstsein, Materialität und Religion veröffentlicht. In ihrem derzeitigen Buchprojekt Orphaned Landscapes befasst sie sich mit den Schlichtungsversuchen bei Gewaltausbrüchen während des jüngsten religiös eingefärbten Konflikts auf den Molukken, Indonesien, und in der Zeit danach. Der mit Mary Steedly von der Harvard University gemeinsam herausgegebene Buchband Images That Move erscheint in Kürze bei der School of American Research Press. 

Prof. Christoph Wulf (Freie Universität Berlin)

Christoph Wulf ist Professor an der Freien Universität Berlin, wo er auf dem Gebiet Anthropologie und Erziehung arbeitet. Nach dem Studium in Berlin und Marburg war er Gastprofessor an den Universitäten von Paris, Amsterdam, Stockholm, London und Tokio sowie an der European Peace University und der Fondazione San Carlo di Modena. Außerdem hat Christoph Wulf für verschiedene Institutionen, wie z.B. die deutsche UNESCO-Kommission, gearbeitet, wo er Vorsitzender des Erziehungsausschusses war. Er war darüber hinaus als Gutachter und Berater für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit tätig.

Zu seinen Publikationen gehören: Concepts of Aesthetic Education. Japanese and European Perspectives, (Hrsg. mit Yasuo Imai, Waxmann Verlag, 2007); mit Bernd Hüppauf (Hrsg.), Dynamics and Performativity of Imagination: The Image between the Visible and the Invisible, 2009; mit Axel Michaels: "The Indian Body: Ritual, Transgression, Performativity" in: Paragrana Zeitschrift für historische Anthropologie, Bd.18, Nr.1, Akademie Verlag, 2009.

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