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Kunst im Karl Jaspers Zentrum

Seit 2008 präsentiert das Karl Jaspers Zentrum (KJC) eine permanente Installation des Künstlers Friedemann von Stockhausen. Diese beginnt mit einer ornamentalen Glasgestaltung des Eingangsbereichs des KJC und setzt sich auf den Fluren der drei Etagen des Gebäudes und in den Unterrichts- und Arbeitsräumen fort.

Kreisförmige Aluminiumelemente und Bildtafeln sind mit wechselnden Motiven bedruckt. Deren Quelle sind vorwiegend Abbildungen von Postkarten, sowie Bildzitate unterschiedlicher Provenienz, aber auch fotografische Impressionen aus dem aktuellen Kontext des Karl Jaspers Zentrums. Diese Motive setzen sich aus Fragmenten von Skulpturen und Bildern, Masken und Antlitzen verschiedener Epochen und Kulturkreise zusammen. Afrika trifft auf Asien, Europa auf Amerika, Skulpturen der abendländischen Gotik auf die Kunst des alten Japan und China; ein Portraitbildnis der Renaissance wird durchschnitten von einer Figur aus Schwarzafrika. Gemeinsam ist allen Bildern der spannungsvolle Dialog der Formen der Kunst und die Epochen und Kulturen überschreitende Aktualität und Lebendigkeit ihres Ausdrucks. Die Bildsprache dieser Montagen veranschaulicht dem Betrachter den Gedanken der Transkulturalität. Im Zusammenspiel scheinbar disparater Form- und Zeitfragmente öffnet sich ein "Third Space", der sich konzeptuell mit den Zielen und Inhalten des Karl Jaspers Centre verbindet.

Friedemann von Stockhausen (geb.1945) studierte an der Universität zu Köln Kunstgeschichte, Ethnologie und Soziologie und an der Slade School in London Freie Kunst. Seine künstlerische Arbeit hat ihren Schwerpunkt in Malerei, Zeichnung und Photographie. Von 1994 bis 2012 war er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Einzelausstellungen gab es u.a. in der Hamburger Kunsthalle, 1990, im Art Museum der University of Memphis, 2000, in der Galeria Awangarda in Breslau, 2004 und im Folkwang Museum in Essen, 2012. Friedemann von Stockhausen lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin.

Zur Installation im KJC ist unter dem Titel "Third Spaces" eine Publikation mit großformatigen Abbildungen erschienen. Diese ist über das Pressebüro des Clusters erhältlich. Bildbearbeitung der Installationen von Dirk Nippert, Hamburg.

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