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Nachwuchsforschergruppen
Der Cluster bietet Nachwuchsforschern/innen eine hervorragende wissenschaftliche Infrastruktur und beste Perspektiven. Unabhängige Nachwuchsforschergruppen, die sich mit Projekten aus den Forschungsbereichen des Clusters beschäftigen, spiegeln den zentralen Modus Operandi des Clusters wider: Sowohl asiatische als auch europäische Wissenschaftler/innen mit unterschiedlichem interdisziplinären Hintergrund, unterschiedlichen wissenschaftlichen Traditionen und aus unterschiedlichen Sprachräumen pflegen einen anregenden und anspruchsvollen intellektuellen Austausch. In dieser Umgebung können junge Wissenschaftler/innen ihr Potenzial voll entfalten und mit ihren internationalen Kollegen/innen in Wettstreit treten.
Die folgenden Cluster-Projekte sind als Nachwuchsforschergruppen ausgerichtet:
A4 Die Faszination der Effizienz: migrierende Ideen und entstehende Bürokratien in Europa und Asien seit der Frühen Neuzeit
Leiterin der Nachwuchsforschergruppe: Dr. Susan Richter
Die europäische Vorstellung von einer effiziente Verwaltung im 18. Jahrhundert verdankt einen großen Teil ihrer Inspiration zeitgenössischen Aufzeichnungen über China, die China als den Idealtypus eines gut organisierten und sorgfältig errichteten Staates beschreiben...
A6 Katastrophenkulturen. Wechselnde Asymmetrien zwischen Gesellschaften, Kulturen und der Natur in vergleichender geschichtlicher und transkultureller Perspektive
Leiter der Nachwuchsforschergruppe: Prof. Dr. Gerrit Jasper Schenk
Das Konzept der "Katastrophenkulturen" steht für spezifische regionale, nationale bzw. kulturelle Umgangweisen mit Katastrophen. Kulturelle Konstellationen machen ein extremes Naturereignis zu einer geschichtlich einzigartigen und gesellschaftsorientierten Katastrophe...
A9 Kulturtransfer als Faktor der Staatsbildung
Leiterin der Nachwuchsforschergruppe: Dr. Antje Flüchter
Während der moderne Staat in der Vergangenheit als "waschechtes" europäisches Phänomen galt, basiert dieses Projekt auf der Annahme, dass kultureller Kontakt immer mit kulturellen Austauschprozessen einhergeht und die Erschaffung des modernen europäischen Staates Teil eines von wechselnden Asymmetrien bestimmten Prozesses war...
B9 Asymmetrien in kulturellen Informationsflüssen: Europa und Südasien im globalen Informationsnetzwerk seit dem 19. Jahrhundert
Leiter der Nachwuchsforschergruppe: PD Dr. Roland Wenzlhuemer
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts entstand ein globales telegrafisches Netzwerk als neues Vehikel für transkulturelle Kontakte und Interaktion. Zeitliche und räumliche Einschränkungen verloren in der globalen Kommunikation an Bedeutung, während der Zugang zu dem Kommunikationsnetzwerk exklusiv und über die Maßen teuer war...
B10 Überschreitung von Räumen und Identitäten an urbanen Schauplätzen – der Fall Harbin (1898-1949)
Leiter der Nachwuchsforschergruppe: Dr. Frank Grüner
Das Projekt soll transkulturelle Beziehungen und Austauschprozesse zwischen verschiedenen nationalen, ethnischen und religiösen Gemeinschaften in der multikulturellen Stadt Harbin (Mandschurei) in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erforschen, wobei die russische, jüdische, chinesische und japanische Bevölkerung im Mittelpunkt steht...
