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Wissensgeschichte

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Xu Bing: "Word" aus dem Zyklus 'Square Words - New English Calligraphy'. © Xu Bing
Xu Bing: "Word" aus dem Zyklus 'Square Words - New English Calligraphy'. © Xu Bing

Ebenso wie ihren Vorgängern in der Geistesgeschichte und der angelsächsischen history of ideas wird Forschern, die sich mit Ideen- oder Wissensgeschichte befassen, gelegentlich vorgeworfen, sich ausschliesslich dafür zu interessieren, "was Intellektuelle sagen und tun". Unbestreitbar neigen manche wissenschafts- und philosophiehistorischen Studien dazu, Ideen, Begriffe und Theorien isoliert von kulturellen, sozialen und politischen Bezügen zu untersuchen. Die meisten jüngeren Arbeiten auf diesem Gebiet haben solche kurzsichtigen Ansätze freilich längst hinter sich gelassen und widmen sich allgemeineren Fragen zur Produktion und Zirkulation von Wissen. In den letzten beiden Jahrzehnten haben sich so neue und umfassendere Forschungsfelder herausgebildet wie eben diejenigen der Wissensgeschichte und historischen Epistemologie.

Die Professur für Ideengeschichte am Cluster soll die transkulturelle Dimension dieser Bemühungen stäken. Den Blick auf transkulturelle Aspekte zu richten, erfordert zweifellos mehr, als lediglich den Einfluss von Vorstellungen und Konzepten aus einer Kultur auf eine andere zu verfolgen. Vielmehr gilt es zu überprüfen, inwiefern Begriffe, Theorien und die von diesen bestimmten Praktiken in globalen Austauschprozessen angepasst und rekonfiguriert werden. Zu diesem Zweck ist es nicht nur notwendig, mehr über die Prozesse der Übersetzung, Verbreitung und Aneignung von Wissen zu lernen, sondern auch besser zu verstehen, wie Bedeutungen innerhalb von und zwischen Sprachräumen, Kulturen, Regionen und Milieus entstehen und sich in spezifischen historischen Kontexten wandeln.

Eine so verstandene Ideengeschichte ist von Natur aus ein interdisziplinäres Anliegen. Die im Arbeitsbereich der Professur tätigen Wissenschaftler/innen greifen auf Methoden aus ganz verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern zurück, wie z.B. der Philologie, Geschichte, Philosophie, Soziologie und Anthropologie oder auch spezialisierteren Feldern wie der Diskursanalyse, Semiotik, historischen Semantik und Buchgeschichte. In Zusammenarbeit mit Kollegen/innen innerhalb und außerhalb des Clusters bemühen sie sich, mit ihren Studien zu einer Wissensgeschichte in weltbürgerlicher Absicht beizutragen, wie man die Mission der Professur in Anlehnung an eine Formulierung Immanuel Kants zusammenfassen könnte, welche der Dynamik und Vielschichtigkeit von Wissensproduktion in transkulturellen Kontexten gerecht wird.

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