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Images of the Other in Medieval and Early Modern Times

© Universitätsbibliothek Heidelberg, Cod. Pal. germ. 142, Werkstatt Ludwig Henfflin, Pontus und Sidonia, Stuttgart (?) um 1475, fol. 106v.

Internationale Konferenz,            17. – 19. Juni 2010

Institut für Europäische Kunstgeschichte, Seminarstr. 4, 69117 Heidelberg, Hörsaal

Karl Jaspers Centre, Voßstr. 2, Gebäude 4400, 69115 Heidelberg, Konferenzraum 212

Koordinatoren: Lieselotte E. Saurma, Anja Eisenbeiß

Informationen zu den Rednern und Vortragsthemen in englischer Sprache...

Diskussionsteilnehmer

Vorstellungen und Bilder des Anderen in der Vormoderne standen im Zentrum der internationalen Tagung, die das Teilprojekt D3 des Exzellenzclusters „Asia & Europe“ ausrichtete. In Zeiten weniger, aber weit ausgreifender diplomatischer, wirtschaftlicher und kriegerischer Kontakte sind die Diskurse, in denen solche Bilder zum Tragen kommen, nicht zuletzt aufgrund der noch fehlenden Massenmedien aus ihren jeweiligen Kontexten heraus gut zu entschlüsseln. Der Fokus der Veranstaltung lag daher im Spätmittelalter und konzentrierte sich auf die Bilder des Anderen im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und dem abendländischen Mitteleuropa. Damit rücken geographische Räume ins Zentrum, die für die methodische Fokussierung auf die Alteritätsdiskurse im späten Mittelalter von großer Relevanz sind und bis in die aktuellen Bemühungen um einen Dialog mit islamisch geprägten Ländern wirken.

Gefragt wurde nach den in den jeweiligen Bildersprachen faßbaren Wechselwirkungen zwischen tradierten Alteritätsvorstellungen und Reflexen der tatsächlichen Begegnung zwischen Christen, Juden, Mamluken, Byzantinern und Persern. Gehen beispielsweise bestimmte Bildformeln mit bestimmten Vorurteilsstrukturen eine besonders enge Verbindung ein? Verändert oder verschärft die gewählte Kontextualisierung existierende Vorurteilsmuster? Übernehmen Bilder in den unterschiedlichen Kulturen ähnliche Funktionen im Alteritätsdiskurs? Lassen sich interkulturelle oder transkulturelle Bildstrategien verfolgen, die verwandten Zwecken dienen? Mit der Diskussion dieser Fragen leistete die Tagung zugleich einen Beitrag zu einem vertieften Verständnis der Prozesse, die in der Herausbildung und Tradierung von Vorurteilsmustern wirken, wie auch zu dem Anteil, den Bilder an solchen Prozessen haben.

Tagungssprache ist Englisch, Gäste sind herzlich willkommen.

 

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