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Workshop und Vorlesung: "Program Mali-Nord (GTZ/KfW) - Coping with the locust plague in the Niger River Valley 2004"

 

 

 

Workshop und Vorlesung von Henner Papendieck und Barbara Rocksloh-Papendieck am 28. Oktober 2011 im Karl-Jaspers-Centre, Raum 112, 14.00-19.00 Uhr.

Henner Papendieck (Ökonom) und Barbara Rocksloh-Papendieck (Soziologin) haben von 1994 bis 2010 das Programm Mali-Nord (GTZ/KfW) koordiniert, eines der größten deutschen Entwicklungsprogramme im Afrika südlich der Sahara. Im Sommer 2004 waren sie mit dem Einfall der Heuschrecken im Flusstal des Niger konfrontiert. Sie beschreiben den Kampf des Programms und der Bevölkerung gegen die Plage und zeigen die damals entstandenen Fotos.

www.programm-mali-nord.de/home.html

 

Um den Pharaoh zu zwingen, Moses und die Seinen aus Ägypten ziehen zu lassen, sandte Gott ihm Plagen. Die Wüstenheuschrecken waren die achte und letzte: „Sie fielen über ganz Ägypten her und ließen sich in Schwärmen nieder. Sie bedeckten die Oberfläche des ganzen Landes und das Land war schwarz von ihnen. Sie fraßen allen Pflanzenwuchs des Landes und alle Baumfrüchte auf und an den Bäumen und Feldpflanzen in ganz Ägypten blieb nichts Grünes.“ (Exodus, 10.4)

Wüstenheuschrecken zählen bis heute zu den großen Plagen der Menschheit. Sie leben in den ariden Zonen (mit weniger als 200 mm Niederschläge im Jahr), vermehren sich unter besonderen klimatischen Bedingungen explosionsartig, ändern Form und Verhalten, rotten sich zu fliegenden Schwärmen zusammen und vernichten auf ihrer Suche nach Nahrung und Fortpflanzung die Flora der heimgesuchten Landstrichen. Eine der Aufgaben der Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom ist es, die Bruträume der Heuschrecken (16 Mio. Quadratkilometer verteilt über etwa 30 Länder) zu beobachten, rechtzeitig vor Schwärmen zu warnen und den Kampf gegen sie zu organisieren. Dadurch hat sich in den letzten Jahrzehnten die Dauer von dem Ausbruch der Plage bis zur Entwarnung, früher bis zu zehn Jahre, auf drei reduziert (1967-69; 1986-89).

Im 20. Jahrhundert gab es insgesamt sechs große Heuschreckenplagen; im 21. Jahrhundert bislang eine. Sie dauerte von 2004 bis 2006 und ging vom südlichen Mauretanien aus, der größten Brutstätte am Südrand der Sahara.  

 

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