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D13 Multizentrische Modernismen (Projekt abgeschlossen)

Multizentrische Modernismen – Asiatische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts neu perspektiviert

Koordination: Monica Juneja, Franziska Koch

Zusammenfassung

Multizentrische Modernismen –  Asiatische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts neu perspektiviert

Kunst aus Asien unterliegt - ungeachtet ihrer zunehmenden Resonanz im Westen - meist dem Paradox, dass sie an einer universalen Auffassung der Moderne teilzunehmen hat, während sie gleichzeitig im asymmetrischen Spiel des Fortschritts "aufzuholen" versucht.
Diskussionen zu asiatischer Kunst wurden in frühen historiographischen Konstruktionen der Moderne überschattet von der Annahme, dass es sich bei der Moderne um eine europäische Errungenschaft handele, während visuelle Produktion aus außereuropäischen Ländern als "Derivat" bestimmter euroamerikanischer Kunststile und Bildpraktiken abgetan wurde.
Diese Vortragsreihe regte zur frischen Diskussion von Bildpraktiken, die in vielen unterschiedlichen Zentren Europas und Asiens verwurzelt sind, lokale Besonderheiten mit universalen Vorstellungen verknüpfen und dabei neue Visionen vom Modernen schaffen. Die Vorträge nahmen ausgehend von diesen Praktiken die vielfältigen Modernismen in den Blick, die den herrschenden Diskurs dezentrieren.

Lesen Sie mehr über die Vortragsreihe.

Die Vortragsreihe schloß am 19. Juli 2010 mit der öffentlichen Podiumsdiskussion „Institutionen, Märkte, Öffentlichkeiten – zeitgenössische Kunstpraxis in Asien und Europa“ im Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) Heidelberg um 20 Uhr. Diese Diskussionsrunde hinterfragte die Rolle jener Institutionen, die eine expandierende globale Öffentlichkeit für die Künste etablieren – wie zum Beispiel den Kunstmarkt, Kunstsammlungen, transnationale Künstlernetzwerke und internationale Ausstellungen. Internationale Experten und Praktiker aus diesen Bereichen setzten sich mit einer Reihe von Fragen auseinander, die zum Kern dessen führen, was unter Modernismus verstanden wird und wie sein diskursives Feld bestimmt ist. Gefragt wurde beispielsweise, wie unser Verständnis von modernistischen und avantgardistischen Kunstpraktiken rekonfiguriert wird, wenn wir berücksichtigen, dass diese Praktiken in Netzwerken entstehen, die in multiplen Zentren rund um die Erde herum verbreitet sind, Zentren, die Neu Delhi, Mumbay, Shanghai oder Tokyo neben Paris, Berlin oder New York einschließen? Auf welche Weisen gehen die entstehenden globalen institutionellen Netzwerke Verbindungen mit lokalen Praktiken ein, die bestehende Gewissheiten und kanonische Werte des modernistischen Diskurses destabilisieren?

Einige der Vorträge wurden im e-Journal des Clusters veröffentlicht archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/transcultural/issue/view/170  

Lesen Sie mehr über die Podiumsdiskussion.

Die Vortragsreihe wurde begleitet von einem Seminar, das gemeinsam von Prof. Christiane Brosius (Bild- und Medienanthropologie), Prof. Monica Juneja (Globale Kunstgeschichte) und Prof. Melanie Trede (Japanische Kunstgeschichte) unterrichtet wurde. Das Seminar vertiefte die Diskussion der Vortragsthemen und gab den Studierenden Gelegenheit sich im Dialog mit den Gastvortragenden und Kurskoordinatorinnen zu engagieren.

Lesen Sie mehr über das Seminar. 

Picture: "The Hulk" (Diamond Series) by the artist Gade, Lhasa, Tibet, 2008. Mixed media on canvas, 147 x 117 cm. 

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