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Willkommen am Lehrstuhl für Visuelle und Medienethnologie

Bilder und Medien sind seit langer Zeit Mediatoren und Quellen für transkulturelle Begegnungen und Verstrickungen weit über nationale Grenzen hinaus. Angesichts fortschreitender Globalisierung und technologischer Entwicklungen nimmt der weltweite Austausch von Bildern und Medien immer mehr zu. Akteure, Institutionen und Objekte nutzen unterschiedliche Medien, um ihre Macht zu legitimieren und sichtbar zu machen. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Lehrstuhl für Visuelle- und Medienanthropologie den bildenden Künsten genauso wie der populären visuellen Kultur, dem Mainstream ebenso wie marginalisierten und subalternen Medien wie z.B. lokalen Medien und ihren jeweiligen Kontexten. Der Lehrstuhl beherbergt ein breites Spektrum an Forschungsprojekten und bietet eine Vielzahl an forschungsorientierte Lehrveranstaltungen an. Ausgangspunkt ist dabei visuelles und audiovisuelles Material z.B. Werbung, ethnographischer oder Film, Jugendkulturen im urbanen Raum, Lifestyle und Emotionen oder auch "lokale" Kunstmärkte.

Flows und Asymmetrien von Bildern und Medien

Bilder und Medien ereilt in globalen und transkulturellen Kontexten vielfach ein Bedeutungswandel. Für unsere Forschung ist dies ein idealer Ansatzpunkt, um sich verändernde Assymetrien kultureller Flüsse zwischen Asien und Europa zu analysieren und darzustellen. Assymetrische Flows von Bildern und Medien werden immer von sozialen Agenten erzeugt, gesteuert und rezipiert. Ihre Analyse erfordert deswegen einen ethnographischen Blick auf die multiplen Ebenen soziokultureller, historischer, politischer, religiöser und ideologischer Kontexte und Prozesse genau so wie die Orte, von denen Bilder ausgehen und welche sie im Gegenzug mitformen.

Unsere Kernbereiche

Am Lehrstuhl für visuelle und Medienethnologie beschäftigten wir uns mit der kritischen Analyse medienbezogener Ereignisse und Problemstellungen, z.B. wie Regierungen, Institutionen, besondere Gruppen oder Individuen bestimmte Medien benutzen, um öffentliche Meinung zu beeinflussen, ihre Interessen zu legitimieren oder wie bestimmte Bilder im Rahmen ihrer Verbreitung durch veschiedene Medien soziale, politische und geographische Grenzen überschreiten und dadurch ihre Bedeutung und ihre Wirkungskraft verändern. Die Analyse von Bildertagebüchern und das Nachverfolgen von Bildwanderungen gewährt uns dabei einen Einblick, wie sich Gesellschaften  entwickeln und verändern, wie ihre Mitglieder ihre Wahrnehmung von sich selbst und anderen, sowie ihrer politische Führung, der Zivilgesellschaft, Gesundheit, Traditionen sowie der Wahrnehmung von Raum und Ort neu in Frage stellen und neu verhandeln. Unsere Hauptforschungsbereiche sind dabei Jugendkulturen, Genderforschung, Urbane Räume, Diaspora, Performance Studies sowie die sich stark verändernden Kunstmärkte und Ausstellungspraktiken.

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