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A7 Osmanisches Reich (Projekt abgeschlossen)

Dynamische Asymmetrien in transcultural flows an der Schnittstelle von Asien und Europa: Der Fall des Osmanischen Reiches in der Frühen Neuzeit

Koordination: Thomas Maissen, Michael Ursinus

Zusammenfassung

Dynamische Asymmetrien in transcultural flows an der Schnittstelle von Asien und Europa: Der Fall des Osmanischen Reiches in der Frühen Neuzeit

Historiker neigten bis vor kurzem dazu, eine strenge Unterscheidung zwischen einem christlichen und europäischen Westen und einem asiatisch-‘islamischen’ Osmanischen Reich zu betonen. Dieses Projekt versucht die Trennung in derlei statische Blöcke in Frage zu stellen. In vier Fallstudien wird ein multiperspektivisches Bild von bestimmenden Momenten des frühneuzeitlichen und neuzeitlichen Osmanischen Reiches aufgezeigt. Der Herrschaftsbereich des osmanischen Sultans, an der Schnittstelle von Asien, Afrika und Europa, ist gekennzeichnet durch langfristige, intensive Austauschprozesse zwischen einzelnen Menschen und Gruppen mit verschiedenen ethnischen, religiösen und sozialen Hintergründen. Demensprechend wurden hier die Konzepte von Ordnung, Identität und Abgrenzung durch diverse Begegnungen ständig umgeformt. Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zum besseren Verständnis von cultural flows im Kontext der Austauschprozesse zwischen dem Osmanischen Reich und Westeuropa zu leisten. Das Projekt wird von Prof. Thomas Maissen (Geschichte) und Prof. Michael Ursinus (Osmanistik) geleitet.

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Neue Publikation - Well-Connected Domains: Towards an Entangled Ottoman History (Leiden: Brill, 2014)

In kürze erscheint mit dem Sammelband Well-Connected Domains: Towards an Entangled Ottoman History (Bd. 57 der Reihe "The Ottoman Empire and Its Heritage") eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die Teilprojekt A7 im Rahmen der Fallstudien seiner Projektmitglieder und durch den Austausch mit einschlägig forschenden Wissenschaftlern während der zwischen 2009 und 2011 organisierten Veranstaltungen erarbeitet hat. Herausgegeben von Pascal Firges, Tobias Graf, Christian Roth und Gülay Tulasoğlu eröffnet der Band eine neuen Zugang zur Geschichte des Osmanischen Reiches und seiner engen Verzahnung mit der Welt jenseits seiner Grenzen durch Handel, Krieg und Diplomatie ebenso wie durch intellektuelle Austauschprozesse, Migration und persönliche Kontakte.

Während das Osmanische Reich jahrzehntelang als weitestgehend desinteressiert an und unabhängig von den Entwicklungen im Ausland angesehen wurde, zeigen die Aufsätze in dieser Sammlung, wie eng die Domänen des Sultans mit ihren Nachbarn in Europa verflochten waren. Ausgehend von Fallstudien bieten die Beiträge neue Interpretationen einzelner Aspekte der osmanischen Geschichte sowie neue Impulse für die weitere Forschung.

Der Band enthält Aufsätze von Sotirios Dimitriadis, Suraiya N. Faroqhi, Maximilian Hartmuth, Gábor Kármán, Aylin Koçunyan, Viorel Panaite, Nur Sobers-Khan, Michael Talbot, Joshua M. White und den Herausgebern. Er wird voraussichtlich ab Mitte Juli 2014 verfügbar sein.

Für weitere Informationen, siehe hier sowie den Katalog des Verlages.

Projekt A7 vor der Heidelberger Hohen Pforte

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