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A3 Internationale Netzwerke (Projekt abgeschlossen)

Die reale Fiktion unrealer Gleichheit: Internationale Netzwerke

Koordination: Madeleine Herren-Oesch

Zusammenfassung

Das Projekt erarbeitet eine systematische Übersicht internationaler Organisationen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit besonderem Schwerpunkt auf Asien. Internationale Organisationen werden als Vermittler und Übersetzer institutioneller Konzepte und Ideen im Rahmen einer zwar gemeinhin befürworteten, aber nicht unumstrittenen globalen „Annäherung“ untersucht. Ein wichtiges Projektziel besteht darin, das Konzept grenzübergreifender Netzwerke als Paradigma der Transkulturalität zu konkretisieren. In diesem Zusammenhang soll eine Debatte über die Bedeutung internationaler Organisationen für transkulturelle Aushandlungsprozesse angeregt und gleichzeitig ein Beitrag zur wissenschaftlichen Selbstreflexion über bestehende Meistererzählungen innerhalb der internationalen Geschichte geleistet werden.
Der Völkerbund und die ihm nahestehenden internationalen Organisationen bilden die zentralen Forschungsgegenstände des Projekts. Deren Sammlungen und Bestände stellen daher die Basis des zu untersuchenden Quellenmaterials dar. Eine Projektdatenbank (LONSEA: League of Nations Search Engine), die in Zusammenarbeit mit weiteren Vertretern der Global History und Datenbankspezialisten entwickelt wurde, erfasst detailliert Informationen zu den internationalen Organisationen der Zwischenkriegszeit und den Folgejahren, um die zu Grunde liegenden institutionellen Aktivitäten sowie die personellen Netzwerke sichtbar zu machen.
Mehrere Fallstudien sind in enger thematischer Anbindung an das Völkerbundssystem konzipiert: Einzelne Dissertationsprojekte zu grenzübergreifenden kulturellen Kooperationsprojekten, zu internationaler Risikoperzeption und zu Standardisierungsversuchen im musikalischen Bereich ergeben gemeinsam ein Bild der Vielfältigkeit globaler Aushandlungsprozesse. Dementsprechend soll das Ziel auch keine weitere Universalgeschichte des Völkerbunds sein, sondern vielmehr empirische Grundlagenforschung für künftige Arbeiten zur Funktionsweise globaler Netzwerke.

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