Sub Navigation

Seite drucken. Seite weiterempfehlen.

A14 Rechtsflüsse

Transkulturelle Rechtsflüsse in Südasien im 18. und 19. Jahrhundert: Veränderungen in Ideen und Praktiken des Rechts und der Legitimation in hinduistischen Rechtskulturen

Koordination: Axel Michaels

Zusammenfassung

Das Projekt untersucht Transformationsprozesse in den hinduistischen Rechtskulturen vor dem Hintergrund der pluralen Rechtsordnungen des frühneuzeitlichen und frühkolonialen Südasiens. Als Fallbeispiel hierfür dient Bengalen in der frühkolonialen Phase, wobei sich der Untersuchungszeitraum von 1772 bis ca. 1798 erstreckt. Folgende zwei Zielsetzungen werden dabei im Zentrum stehen: Zum einen soll der mögliche Einfluss europäischer Rechtskonzepte und Legitimationsformen in hinduistischen Rechtstexten nachgezeichnet werden. Zum anderen sollen die textuellen Strategien analysiert werden, die die Rechtsgelehrten der vorkolonialen Tradition hinduistischer Jurisprudenz (dharmaśāstra) bei der Auseinandersetzung mit den sich wandelnden rechtlichen Konstellationen einsetzten. Die Hauptquelle des Projekts bildet Sarvoru Śarmans Vivādasārārṇava (“Meer der Quintessenz der Streitigkeiten”) aus dem Jahre 1789 – ein Sanskrit Rechtstext, der von Sir William Jones (1746-1794), Orientalist und Richter am Supreme Court in Kalkutta, in Auftrag gegeben wurde. Dieser Text war Teil eines größeren Projektes der Kolonialverwaltung, das auf die Schaffung eines umfassenden Gesetzeskodex für das hinduistische Recht abzielte.

« A13 Subaltern Diplomacy A26 Transkulturalität und der Neue Geist des Kapitalismus »
Suche

Aktuelles

Keine aktuellen Einträge vorhanden.

Veranstaltungen

Keine aktuellen Einträge vorhanden.