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Forschungsbereich A: Regierungskunst & Verwaltung

Citizens Plaza in Tokyo mit Hochhäusern

Der Forschungsbereich A konzentrierte sich auf Fragen der politischen Steuerung (governance), Verwaltung, sowie auf die Veränderungen, die transkulturelle Austauschprozesse in dieser Hinsicht auf sozio-politische imaginaries ausgeübt haben und immer noch ausüben: Wie gingen politische Machthaber mit der Gesellschaft um (um „die richtige Art von“ Bürger zu formen), wie errichteten sie institutionelle und ideologische Ordnungssysteme (um ihre Bürgerschaft physisch wie auch psychisch zu kontrollieren), und wie wirkten sich fremde Konzepte, Institutionen und Praktiken auf diese Interaktionen aus?

Ein wichtiges Ergebnis unserer Forschung war die Erkenntnis, in welchem Maße unser eigener akademischer Hintergrund unser konzeptuelles Verständnis transkultureller Austauschprozesse im Vorfeld determiniert. Dies führte nach und nach dazu, dass das Denken innerhalb disziplinärer Grenzen nun in einem neuen Licht betrachten.

Die erste Phase stand im Zeichen unserer Bemühungen, einen Beitrag zu einer „Begrifflichen Globalgeschichte“ zu leisten  (im Rahmen von „governance“ und Administration). Diese Anstrengungen sollen vertiefen, indem man sich der Rolle zuwendet, die Sprachen bei der Legitimationsbeschaffung und der Konstruktion von Ordnungsstrukturen der politischen, rechtlichen, religiösen und wirtschaftlichen Sphären in einem globalen Kontext zukommt.

Der Forschungsbereich A wird seinen Dialog mit den Sozialwissenschaften ausweiten. Wir halten den Fokus weiterhin auf soziopolitischen Organisationen gerichtet, und werden uns nun verstärkt Fragen zuwenden, welche sich mit der Erschaffung des Kapitalismus beschäftigen, mit transkulturellem Handel, Legitimation, sowie Ordnungssystemen der politischen, rechtlichen, und religiösen Sphären.

Prozesse kultureller Aneignung (appropriation) werden einen weiteren Forschungsschwerpunkt bilden. Jeder der Ansätze, Modelle, Periodisierungen und Standards wird auf die Eignung hin getestet werden, euro- und asiazentrische Interpretationszusammenhänge zu rekonzeptualisieren. Beispiele hierfür sind „lokale“ vs. „universalistische“ Normen, Grenzen zwischen Religion und Politik, die Konstruktion bestimmter Weltanschauungen oder Strukturen internationaler Institutionen.

In Forschungsbereich A  arbeiten Wissenschaftler aus den Feldern der Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaft, Religionsstudien, und Asien- und Ostasienwissenschaften zusammen.

A1 Staatsbürgerschaft

Koordination: Subrata K. Mitra

Staatsbürgerschaft als konzeptioneller Austauschprozess: Asien in vergleichender Perspektive

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A2 Schulbücher

Koordination: Gotelind Müller-Saini, Wolfgang Seifert

Kulturelle Austauschprozesse im Geschichtsunterricht: sich wandelnde Neugestaltungen des europäischen und asiatischen 'Anderen' in ostasiatischen Schulbüchern

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A3 Internationale Netzwerke

Koordination: Madeleine Herren-Oesch

Die reale Fiktion unrealer Gleichheit: Internationale Netzwerke

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A4 Bureaucracies

Koordination: Susan Richter

The Fascination of Efficiency: Migrating Ideas and Emerging Bureaucracies in Europe and Asia since the Early Modern Era

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A5 Nationising the Dynasty

Koordination: Gita Dharampal-Frick, Barbara Mittler, Thomas Maissen, Bernd Schneidmüller

Nationising the Dynasty. Asymmetrical Flows in Conceptions of Government

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A6 Cultures of Disaster

Koordination: Gerrit Jasper Schenk

Cultures of Disaster. Shifting Asymmetries between Societies, Cultures, and Nature from a Comparative Historical and Transcultural Perspective

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A7 Osmanisches Reich

Koordination: Thomas Maissen, Michael Ursinus

Dynamische Asymmetrien in transcultural flows an der Schnittstelle von Asien und Europa: Der Fall des Osmanischen Reiches in der Frühen Neuzeit

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A8 Wie lehrt man Identität?

Koordination: Gotelind Müller-Saini, Wolfgang Seifert

Wie lehrt man Identität?: Neuerschaffung des Bürgers in chinesisch- und japanischsprachigen Geschichtslehrbüchern in der Mandschurei (1931-1945)

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A9 Kulturtransfer

Koordination: Antje Flüchter

Kulturtransfer als Faktor der Staatsbildung

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A10 Lives Beyond Borders

Koordination: Ines Prodöhl, Madeleine Herren-Oesch

Lives Beyond Borders: Toward a Social History of Cosmopolitans and Globalization, 1880-1960

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A11 Development of Citizenship

Koordination: Thomas Maissen, Susan Richter

The Development of Citizenship in a Transcultural Context

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A12 Vorstellungen vom Selbst und vom Anderen

Koordination: Gotelind Müller-Saini

Vorstellungen vom Selbst und vom Anderen: Geschichte, Fernsehen und der Staat im zeitgenössischen China

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Koordinator des Forschungsbereichs

Sebastian Meurer

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